Podiumsdiskussion: Boycott – Divestment – Sanctions (BDS) als Strategie für Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte in Palästina/Israel.

Sonntag, 17. März 2013
19:00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin

AK Nahost Berlin, Berlin Academic Boycott, BDS Berlin, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost laden ein zu einer Podiumsdiskussionzum Thema:

Boycott – Divestment – Sanctions (BDS) als Strategie für Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte in Palästina/Israel.

Über die vielfältigen Facetten und Chancen von BDS unterhalten sich:

Omar Barghouti, unabhängiger palästinensischer politischer Analyst, Gründungsmitglied der BDS-Kampagne und Buchautor (Boykott – Desinvestment – Sanktionen. Die weltweite Kampgne gegen Israels Apartheid und die völkerrechtswidrige Besatzung Palästinas),  

Iris Hefets, Psychotherapeutin, in Israel geboren und vor 10 Jahren nach Deutschland aus politischen Gründe ausgewandert. Mitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost und von Boycott from Within,

Shir Hever ist israelischer Wirtschaftswissenschaftler. Er forscht  zu den wirtschaftlichen Grundlagen und ist Autor von „The Political Economy of Israel’s Occupation. Repression beyond Exploitation“ (deutsche Ausgabe im Erscheinen).

Auf der Veranstaltung soll diskutiert werden, wie mit BDS ein  gemeinsamer  politischer Kampf für die Überwindung von Privilegien und kolonialen Herrschaftsformen entwickelt werden kann.

Videoaufzeichnung der Veranstaltung:

Vortrag von Omar Barghouti:

Vortrag von Iris Hefets:

Vortrag von Shir Hever:

Audios der Veranstaltung:

Die internationale Kampagne Boykott – Desinvestment – Sanktionen orientiert sich an dem Ziel, gleiche Rechte für alle in Palästina/Israel zu erreichen. Der BDS-Aufruf von 2005 ist eine Reaktion auf das Versagen internationaler staatlicher Institutionen, das sich insbesondere zeigte,  als das  Gutachten des Internationalen Gerichtshofes zur Mauer in der israelisch besetzten Westbank vom 9. Juli 2004 keinerlei Konsequenzen nach sich zog. BDS beruft sich auf die südafrikanische Anti-Apartheid-Bewegung. Der Aufruf enthält drei Forderungen, die im internationalen Recht verankert sind: ein Ende der Besatzung, die Überwindung der Diskriminierung der palästinensischen Bürgerinnen und Bürger in Israel und die Verwirklichung des Rückkehrrechts.

BDS ist eine Initiative des palästinensischen Widerstandes, dem sich aufgrund des universellen Ansatzes der Kampagne in Palästina/Israel selbst und weltweit verschiedene soziale Bewegungen und Persönlichkeiten angeschlossen haben. Unterstützt wird der BDS-Aufruf u.a. von der Philosophin und Theodor W. Adorno-Preisträgerin Judith Butler und dem Friedensnobelpreisträger und ehemaligem südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu, sowie von Roger Waters,  Pink Floyd. Auch der kürzlich verstorbene Stéphane Hessel, der an der Vorbereitung der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 beteiligt war , stand hinter dem Aufruf.

Die Bezugnahme auf das internationale Recht ist ein Plädoyer für Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Rechte in Palästina/Israel. Sie ist ein Plädoyer nicht nur für die Verwirklichung dieser Ziele in Palästina/Israel, sondern für ihre Verwirklichung schlechthin und eine entschiedene Absage an alle Formen von Rassismus.

Auch die Verantwortung für Unterdrückung, Entrechtung und Apartheid wird als eine universelle begriffen: Sie manifestiert sich auf der individuellen Ebene in den Rollen als KonsumentInnen,  WählerInnen, GewerkschafterInnen, Reisenden und vielen anderen. Die oder der einzelne kann sich verhalten, kann sich verweigern und auf diese Weise Verantwortung übernehmen.

Die  Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden; auf Deutsch formulierte Diskussionsbeiträge können ins Englische übersetzt werden.

 

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