Richard Kuper: Antisemitismus und Delegitimierung

Donnerstag, 16. Juni 2011
19:00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Straße 4 in 10405 Berlin

 

Vortrag und Diskussion mit
Richard Kuper
zum Thema: Antisemitismus und Delegitimierung

 

Veranstaltung im Rahmen der Themenreihe ‚Der Antisemitismusvorwurf gegen die Palästinasolidaritäts-Arbeit‘

Richard Kuper ist Mitbegründer der Jews for Justice for Palestinians, einem britischen Netzwerk sowohl praktizierender als auch säkularer sowie zionistischer und den Zionismus ablehnender Juden, die in Opposition zur momentanen israelischen Regierungspolitik stehen.

Kritiker_innen israelischer Politik sind zunehmend dem Vorwurf ausgesetzt, Israel zu delegitimieren und Antisemitismus Vorschub zu leisten. Dies schafft ein Klima des Misstrauens, in dem die Kritiker_innen sich verpflichtet sehen unter Beweis stellen zu müssen, daß sie nicht antisemitisch sind. Israel und seine Unterstützer_innen führen einen heftigen Kampf gegen das miserable Image des Landes in der Öffentlichkeit.

Die Verbreitung des Entwurfs eines Arbeitstitels zur Definition von Antisemitismus durch die Europäische Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) im Jahr 2005 hat sich dabei als besonders effektiv erwiesen.

Dabei ist dieser Arbeitstitel als Definition unzureichend, er wurde auch nie formal übernommen. Dennoch wird dieser Arbeitstitel als Definition von Antisemitismus benutzt. Es gilt zu klären, wann es um Kampf gegen Antisemitismus geht und wann es um Diffamierung von Kritiker_innen israelischer Politik geht.

Vortrag (Audio)

Diskussion (Audio)

 

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Eintritt frei, Spenden willkommen.

Das ist eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem AK Nahost Berlin

realisiert mit Mitteln der