Issa Amro: Menschenrechtsverteidiger aus Al-Khalil (Hebron) zur aktuellen Situation in Palästina

Wann:
Dienstag, 19. Juni 2018 – 19:00 Uhr

Wo:
KARAME e.V.
Wilhelmshavener Str. 22 in 10551 Berlin
(Nähe U-Bahnhof Birkenstraße)

 

Auf Einladung des AK Nahost Berlin und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, Regionalgruppe Berlin macht Issa Amro, palästinensischer Menschenrechtsverteidiger aus Al-Khalil (Hebron) im Rahmen seiner Deutschlandrundreise Station in Berlin. Er wird über die aktuelle Lage im besetzten palästinensischen Gebiet, insbesondere in Al-Khalil (Hebron) berichten, im Anschluss daran erfolgt eine Diskussion.

In Al-Khalil hat Amro mit anderen  „Youth Against Settlements“ gegründet. Youth Against Settlements (YAS) ist eine Gruppe von Aktivist*innen, die den Auf- und Ausbau illegaler israelischer Siedlungen durch gewaltfreien Volkskampf und zivilen Widerstand beenden will.

Issa Amro ist darüber hinaus Direktor des „Hebron Freedom Fund Organisation“, die für eine gerechte und friedliche Lösung auf der Grundlage der Grundsätze des Völkerrechts und der Menschenrechte eintritt und  palästinensische Communities, die unter den schwierigsten Bedingungen der israelischen Besatzung leben, unterstützt.

2010 wurde er vom Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte zum „Menschenrechtsverteidiger des Jahres in Palästina“ erklärt.

2013  äußerte sich der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen besorgt über die Sicherheit von Issa Amro, der massiv Belästigungen durch israelische Soldat*innen und Siedler*innen und einer Reihe von willkürlichen Verhaftungen ausgesetzt war. Gegen ihn wurde  in 18 Punkten Anklage gegen ihn erhoben, von denen sich einige auf mutmaßliche Vorfälle aus den vergangenen Jahren bezogen. Einige der Anklagepunkte bezogen sich auf Ereignisse im Jahr 2010. Issa Amro bestreitet alle Vorwürfe und gibt an, in der Haft zweimal von Angehörigen der israelischen Polizei geschlagen worden zu sein. Bislang sind diesbezüglich keine Ermittlungen eingeleitet worden.

Issa Amro wird auf Englisch berichten, für simultanes Dolmetschen ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei – Spenden zur Kostendeckung der Veranstaltung sind willkommen.

 

Wir würden uns freuen, Euch / Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen

Doris Ghannam (AK Nahost Berlin) und Gisela Siebourg (DPG – Regionalgruppe Berlin)