Mohammed Khatib & Yossi Bar-Tal: Nach dem Sieg (?) — die aktuelle Lage in Bil’in

Mittwoch, 16. Januar 2008
19:00 Uhr
Filmbühne am Steinplatz
Hardenbergstr.12 in 10623 Berlin

 

Diskussionsveranstaltung mit
Mohammed Khatib (Popular Committee Against the Wall in Bil’in)
Yossi Bar-Tal (International Solidarity Movement (ISM)) Berlin
zum Thema
Nach dem Sieg (?) — die aktuelle Lage in Bil’in

Veranstaltung im Rahmen unseres diesjährigen Schwerpunktes:
1948 — 2008: 60 Jahre Israel — 60 Jahre Naqba

Seit Jahren kämpfen die Bewohner von Bil’in im Westjordanland konsequent und explizit gewaltfrei, gemeinsam mit israelischen und internationalen Aktivisten, gegen den Bau der israelischen Apartheidsmauer auf ihrem Land — mit Erfolg: mit ihren all­wöchentlichen phantasievollen Aktionen gewannen sie Aufmerksamkeit und Sym­pathie nicht nur in Israel/Palästina, sondern auch international (www.bilin-village.org).

Im September letzten Jahres erreichten sie darüber hinaus, dass der Israelische Oberste Gerichtshof die Vereinnahmung eines Teils ihres Landes durch die Mauer für illegal erklärte.

Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die israelischen Siedler das Urteil ig­no­rieren und ihre Landnahme gewaltsam fortsetzen. Bewohner der auf Bil’iner Land errichteten Siedlung Modi’in Illit stellten in der Nacht zum 1. Januar zunächst einen Wohn­container auf dem Grund und Boden des palästinensischen Dorfes auf und er­klär­ten diesen neuen Vorposten ihrer Siedlung zur Synagoge — ein Trick, die Räu­mung zu erschweren.

Mohammed Khatib und Abdullah Abu Rame, vom /Popular Committee Against the Wall /in Bil’in, wurden wie andere Dorfbewohner und is­ra­eli­sche Aktivisten bei ihrem Protest dagegen von der israelischen Armee und Polizei be­hindert und bedroht. Diese griffen auch nicht ein, als bewaffnete Siedler er­schie­nen und ihre Drohungen, Gewalt anzuwenden, wahrmachten. Mohammed Khatib und Abdullah Abu Rame, die keine Gegenwehr leisteten, wurden so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus stationär versorgt werden mussten.

Inzwischen wurden die Container von dem Gelände entfernt — offenbar zeigt die Aufmerksamkeit israelischer Medien in diesem Fall Wirkung.

Wir freuen uns auf Ihr / Euer Kommen!

Eintritt frei, Spenden willkommen.

Das ist eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung  in Zusammenarbeit mit dem AK Nahost Berlin

realisiert mit Mitteln der

Seit zwei Jahren hält der *AK Nahost Berlin* gemeinsam mit der *Jüdischen Stimme für gerechten Frieden* an jedem ersten Freitag im Monat von 17 bis 18 Uhr am Hackeschen Markt eine Mahnwache in Solidarität mit den wöchent­lichen De­mon­stra­tionen in Bil’in ab.

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